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Ausstellung:

Operai, Contadini, Cineasti …

Blicke auf die Arbeit von Danièle Huillet und Jean-Marie Straub

„Man muss ganz bestimmte Filme drehen, für ganz bestimmte Sprachen, an ganz bestimmten Stellen, zu ganz bestimmten Orten, zu ganz bestimmten Fragen“, schrieben Huillet und Straub 2001. Die Bestimmtheit, mit der die beiden historisches Textmaterial auswählten, Drehorte suchten und Situationen dokumentierten, mit Laiendarsteller*innen spezifische Sprechweisen entwickelten und immer mit allen Involvierten konstruktive Formen der Auseinandersetzung suchten, hat viele, die mit ihrer Arbeit in Berührung kamen, nachhaltig geprägt. Aus einer Fülle von Arbeitsmaterialien und den vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzungen Dritter mit dem Werk von Huillet und Straub werden einige Faksimiles, Fotos sowie die Filme ›6 Bagatelas‹ von Pedro Costa und ›Schaut Euch diesen Berg an, einstmals war er Feuer‹ von Harald Bergmann gezeigt.

6 Bagatelas
Pedro Costa, POR/F 2001, 18 min, OmeU

Sechs Einstellungen fanden keinen Eingang in Pedro Costas Langfilm ›Où gît votre sourire enfoui?‹, in dem er Huillet und Straub bei der Fertigstellung ihres Filmes ›Sicilia!‹ beobachtete. Als ›Bagatellen‹ bezeichnet, geben sie Einblick in eine Arbeits- und Lebensweise, in der das Kleine, Nebensächliche immer auch mit dem Großen, Wesentlichen kommuniziert. Wäsche reparieren und zusammenlegen, so begreift man, steht jedenfalls in keinerlei Widerspruch zu angeregt kritischen Auseinandersetzungen über sozialistische Utopien und kapitalistische Filmproduktion.

Schaut Euch diesen Berg an, einstmals war er Feuer
Harald Bergmann, D 1991, 61 min, OmeU

Aufnahmen aus einem Schnittseminar mit Danièle Huillet und Jean-Marie Straub an der HFBK Hamburg (1987), bei dem die »Hamburger Fassung« von ›Der Tod des Empedokles‹ entstand, alternierend geschnitten mit Aufnahmen aus der Umgebung des Mont Sainte-Victoire bei Aix-en-Provence.

Mittwoch, 15.09 bis Sonntag, 19.09. 2021
Im Foyer des Metropolis

Präsentiert von:

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Pressefotos zum download hier >>>

weitere Pressfotos auf Anfrage. presse@dokfilmwoche.com

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Veranstaltungen

Die 18. dokumentarfilmwoche hamburg findet statt vom 15. bis 19. September 2021

Interview mit Sita Scherer und Sarah Hüther zu ihrem Film “At the Margin”

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Vergangene Veranstaltungen


17. dokumentarfilmwoche hamburg goes Filmfest
am 2. und 3. Oktober 2020 im Metropolis Kino
Programm hier

6. März 2020
Warm-up and special Screening

Auftaktveranstaltung des Vereins der freund*innen der dokumentarfilmwoche im B-Movie mit Screening von „Das Haus ist schwarz“ von Forugh Farrokhzad und "November" von Hito Steyerl

Mit einer Auftaktveranstaltung am 6. März 2020 stellt sich der Förderverein „freund*innen der dokumentarfilmwoche e.V.“ einer interessierten Öffentlichkeit vor. Auch werden wir gut einen Monat vor Beginn der 17. Ausgabe das Programm der dokumentarfilmwoche hamburg präsentieren. Auf der Veranstaltung im B-Movie werden u.a. Möglichkeiten des Engagements erörtert, denn der 2017 gegründete Verein sucht engagierte Freiwillige, die die dokumentarfilmwoche dauerhaft unterstützen möchten. Der Verein bietet ein Forum, sich auszutauschen, gemeinsam Filme zu sehen und zu diskutieren.

Daher werden im Rahmen der Veranstaltung zwei besondere Dokumentarfilme, Raritäten der Leinwand, gezeigt: Khaneh siah ast (Das Haus ist schwarz) von Forugh Farrokhzad (Iran 1963) und November von Hito Steyerl (Österreich/D 2004).

Khaneh siah ast (Das Haus ist schwarz)
Forough Farrokhzad (Iran 1963, 20 min)

Kinder ohne Füße beim Spiel, Männer recken ihre Armstümpfe zum Gebet empor, eine Frau schminkt ihr zerklüftetes Gesicht. Momente aus dem Leben in einer Leprakolonie in Aserbaidschan. Die scheinbar zwingende Trennung von Gesunden und Kranken, Wohlhabenden und Mittellosen, Wissenden und Unwissenden will der Film nicht akzeptieren. Stattdessen ermöglicht er, woran es am meisten mangelt: Kontakt.

November
Hito Steyerl (Österreich/D 2004, 25 min)

In den achtziger Jahren drehte Hito Steyerl auf Super-8-Material einen feministischen Martial-Arts-Film. Ihre beste Freundin Andrea Wolf spielte darin die Hauptrolle einer kämpferischen Frau in Lederkluft und mit Motorrrad. Das Engagement, das damals in der Formensprache des Exploitationkinos zum Ausdruck kam, wurde bei Andrea Wolf später ganz zur politischen Praxis: Sie ging als Kämpferin auf Seiten der PKK in die kurdischen Gebiete zwischen der Türkei und Nordirak, wo sie 1998 getötet wurde. In kurdischen Kreisen wird sie als "unsterbliche Revolutionärin" verehrt, ihr Bild wird auf Demonstrationen mitgetragen.

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